SNB hält Leitzins bei null: Was heisst das für Hypotheken?

18.12.2025

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) belässt den Leitzins bei null Prozent. Für EigentümerInnen klingt das nach Stabilität. Trotzdem steigen manche Hypothekarzinsen. Wir zeigen, warum das passiert und was es für den Immobilienmarkt bedeutet.

Die aktuelle Zinslage: Stabilität mit Nuancen

Wüst und Wüst verfolgt die Finanzmärkte genau, denn sie beeinflussen Kauf- und Verkaufsentscheidungen im Premiumsegment. Vor wenigen Tagen hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) erwartungsgemäss entschieden, den Leitzins weiterhin auf null Prozent zu belassen. Dies ist für EigentümerInnen eine erfreuliche Entwicklung. Dennoch sind bei einigen Banken wegen erhöhter Margen die Zinssätze nicht gesunken, bei Saron-Hypotheken sogar leicht gestiegen.

UBS Zinsprognose: Ausgangslage und Einflussfaktoren

In ihrer Ausgangslage zur aktuellen Zinsprognose schreibt die UBS: «Die Renditen von Schweizer Staatsanleihen und die Zinsen von Festhypotheken sind seit Mitte November leicht gestiegen. Das Zollabkommen zwischen der Schweiz und den USA reduziert die Zollbelastung für Schweizer Exporte in die USA von 39 Prozent auf 15 Prozent. Das dürfte das Risiko einer deutlichen Konjunkturabkühlung mindern und damit die Wahrscheinlichkeit negativer Leitzinsen der Schweizerischen Nationalbank verringern.»

Sehr tiefe Inflation und unterdurchschnittliches Wachstum

2026 ist mit einer Inflation von tiefen 0,3 Prozent zu rechnen, nicht aber mit einer Deflation. Unsere Volkswirtschaft dürfte im neuen Jahr zwar unterdurchschnittlich, aber doch um rund 0,9 Prozent wachsen. Lichtstreifen am Horizont zeichnen sich für die Wirtschaft aber mit dem Zollabkommen mit den USA ab.

Zinsanhebungen in weiter Ferne

Die Bank erwartet, dass die SNB diesen Kurs auch im neuen Jahr fortsetzt; Zinsanhebungen sind im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld der Schweiz weit entfernt. Wenn sich jedoch die Eurozone dank des umfangreichen deutschen Fiskalpakets erholt und sich zugleich der Konjunkturausblick für die Schweiz aufhellt, könnten die Renditen von Staatsanleihen und die Hypothekarzinsen im nächsten Jahr leicht anziehen.

 

Es handelt sich um einen indikativen Zinssatz. Der effektive Zinssatz berechnet sich aus Marge + Compounded SARON der Abrechnungsperiode. Der Compounded SARON kann nicht negativ sein.
Quelle: Bloomberg, UBS AG

Höhere Margen verteuern Hypotheken

Trotz gesunkenem und jetzt auf null Prozent stabilem Leitzinsniveau sind EigentümerInnen seit einigen Monaten mit nicht sinkenden oder mit leicht höheren Hypothekarzinsen konfrontiert.

Die Banken nennen drei Gründe:

  • Strengere Eigenmittelanforderungen aufgrund «Basel III»
  • Verschärfter Regulierung bei Mindestreserven
  • Abwanderung von SchuldnerInnen mit tiefer Bonität zu anderen Instituten nach der UBS-CS-Fusion

Diese Faktoren erhöhen die Margen und verteuern Hypotheken einiger Banken, darunter auch viele Kantonalbanken.

Beratung lohnt sich

Bei den meist hohen Hypothekar-Summen können schon kleine Prozentunterschiede eine spürbare Mehr- oder Minderbelastung generieren. Neben den möglichen Laufzeiten und den unterschiedlichen Zinssätzen bei verschiedenen Anbietern, spielt bei der Wahl einer Hypothek auch die eigene Risikobereitschaft eine wichtige Rolle.

Wer schwankende Zinsen in Kauf nehmen kann, wählt vielleicht die aktuell günstigeren Saron-Hypotheken, während Festhypotheken längerfristige Budgetsicherheit garantieren.

Unser Fazit

Die aktuelle Zinslage bleibt stabil, doch die Margen der Banken beeinflussen die Hypothekarzinsen spürbar. Wir bei Wüst und Wüst sind Ihre ExpertInnen für den Verkauf und die Vermarktung von exklusivem Wohneigentum.

Für Finanzierungsfragen arbeiten wir mit bewährten Partnern zusammen, damit Sie Zugang zu verlässlichen Lösungen erhalten – ohne dass wir selbst Finanzberatung anbieten. Unser Ziel ist es, Verkäufer und Käufer ganzheitlich zu begleiten und bestmöglich zu beraten.

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