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15. September 2026

Mit dem «Wohnattraktivitätsindikator 2026» (WAI) hat die UBS über 2000 Schweizer Gemeinden anhand von 38 Kriterien untersucht und regional gerankt. Im Zentrum der Studie stehen zwar Familien mit mittlerem Einkommen, doch die separate Auswertung für einkommensstarke Haushalte liefert wertvolle Einsichten für BesitzerInen und KäuferInnen von Liegenschaften im gehobenen Segment – von Steuervorteilen bis zur Frage, welche Gemeinden künftig an Wertsteigerung gewinnen dürften.

 

Regionaler Vergleich statt nationales Ranking

Die Studie vergleicht Gemeinden nicht schweizweit, sondern innerhalb von zehn Arbeitsmarktregionen – denn rund 70 Prozent aller Umzüge erfolgen im Umkreis von weniger als zehn Kilometern. Für den Immobilienmarkt im Hochpreissegment bedeutet das: Wer eine Liegenschaft in der Region Zürich-Aarau-Schaffhausen sucht oder besitzt, sollte sich an den lokalen Spitzenreitern orientieren statt an gesamtschweizerischen Städterankings. Bewertet werden die drei Säulen Infrastruktur und Erreichbarkeit, Freizeit und Lebensqualität sowie Kosten – bei Haushalten mit hohem Einkommen fallen dabei insbesondere Steuervorteile stärker ins Gewicht als bei tieferen Einkommensklassen.

Die Adressen für gehobene Ansprüche

In der Region Zürich-Aarau-Schaffhausen führen für einkommensstarke Haushalte Freienbach, Lachen und Rapperswil-Jona die Liste an, gefolgt von Zürich selbst sowie den Goldküsten-Gemeinden Rüschlikon, Zollikon und Kilchberg. In der Zentralschweiz dominieren Luzern, Zug und Schwyz, während in den Ostalpen neben Chur auch St. Moritz, Laax und Davos unter den Top Ten für hohe Einkommen figurieren. Für das Genferseegebiet zeigt sich mit Vevey, Collonge-Bellerive und Genf ein ähnliches Bild etablierter Adressen. Diese Auswertung deckt sich weitgehend mit den bekannten Lagen des Schweizer Luxusimmobilienmarkts – bestätigt sie aber mit einer breiten, objektiven Datenbasis.

Warum Steuerkraft und Zentralität den Ausschlag geben

Die Studie zeigt, dass für vermögende Haushalte vor allem die steuerliche Belastung eine tragende Rolle bei der Standortwahl spielt, während Erreichbarkeit, Bildungs- und Gesundheitsangebot sowie Freizeitqualität die übrige Attraktivität ausmachen. Besonders aufschlussreich für Eigentümerinnen und Käufer: Nur eine Handvoll Gemeinden vereinen überdurchschnittliche Infrastruktur mit unterdurchschnittlichen Lebenshaltungskosten – die meisten attraktiven Adressen erkaufen sich ihre Standortvorteile mit entsprechend hohen Kosten. Wer eine Liegenschaft im gehobenen Segment hält oder erwirbt, investiert also nicht nur in Lage und Ausstattung, sondern faktisch auch in dieses Zusammenspiel aus Steuerkraft, Erreichbarkeit und Lebensqualität, das den langfristigen Werterhalt einer Immobilie stützt.

Die vollständige Studie können Sie hier als PDF herunterladen.

Relevanz für Verkäuferschaft und Käuferschaft

Für Verkäuferinnen und Verkäufer liefert der Indikator ein zusätzliches Argument in der Vermarktung: Liegt eine Liegenschaft in einer laut WAI besonders attraktiven Gemeinde, lässt sich dies mit einer unabhängigen Studie objektiv untermauern – ein Pluspunkt gegenüber Interessenten, die den Standort nicht aus eigener Erfahrung kennen. Käuferinnen und Käufer wiederum erhalten mit dem kostenlosen Gemeinde-Ratgeber von UBS ein Werkzeug, um einzelne Gemeinden vertieft zu prüfen – von der Steuerbelastung bis zur Entwicklung der Eigenheimpreise. Gerade bei Zweitwohnsitzen in alpinen Regionen oder bei einem Wegzug aus urbanen Zentren kann der regionale Vergleich helfen, unter mehreren attraktiven Gemeinden diejenige mit dem besten Kosten-Nutzen-Verhältnis zu identifizieren.

Verfügbarkeit schlägt Wunschliste

So aufschlussreich der Wohnattraktivitätsindikator auch ist – er trifft auf einen Schweizer Immobilienmarkt, auf dem das Angebot gerade im gehobenen Segment seit Jahren knapp bleibt. Attraktive Gemeinden wie Zollikon, Küsnacht, Zug oder St. Moritz verzeichnen entsprechend wenige Handänderungen pro Jahr, und passende Liegenschaften kommen oft gar nicht erst auf den offenen Markt. In dieser Situation entscheidet nicht selten weniger die theoretisch ideale Gemeinde als vielmehr die Frage, ob und wann überhaupt eine geeignete Liegenschaft verfügbar wird – und ob man rechtzeitig davon erfährt. Wertvolle Rankings und Datengrundlagen wie der WAI bleiben deshalb ein guter Kompass für die Richtung, ersetzen aber nicht die praktische Marktkenntnis vor Ort.

Warum sich ein lokal verankerter Makler auszahlt

Genau hier zeigt sich der Wert eines gut vernetzten, lokal verankerten Maklers. Wer den Markt in einer bestimmten Region seit Jahren kennt, erfährt von Verkaufsabsichten häufig, bevor eine Liegenschaft öffentlich inseriert wird, und kann Käuferschaft und Verkäuferschaft frühzeitig zusammenbringen. Für Verkäuferinnen und Verkäufer bedeutet das Zugang zu einem Kreis vorqualifizierter, solventer Interessenten und eine diskrete Vermarktung, die dem exklusiven Charakter der Liegenschaft gerecht wird. Für Käuferinnen und Käufer wiederum eröffnet sich dadurch Zugang zu Objekten, die sie über eine reine Online-Suche nie gefunden hätten. Gerade weil objektive Studien wie der Wohnattraktivitätsindikator zeigen, wie eng attraktive Lage, Steuervorteile und Lebensqualität beieinanderliegen, lohnt es sich, diese Erkenntnisse mit der Marktnähe und dem Beziehungsnetz eines erfahrenen Maklers zu kombinieren – denn am Ende entscheidet oft, wer als Erstes am richtigen Ort zur Stelle ist.

Quelle: UBS Wohnattraktivitätsindikator 2026 (ubs.com)