Top-Golfplätze für Herbst und Winter.

27. Oktober 2026

Wenn der Nebel über dem Mittelland hängt und die hiesigen Golfanlagen schliessen, beginnt für viele Golferinnen und Golfer die Zeit der Reiseplanung. Das passt gut: Das internationale Maklerhaus Christie’s International Real Estate – Partneragentur von Wüst und Wüst – hat am 21. September 2026 den Beitrag «Club Class: The Planet’s Greatest Golf Courses» veröffentlicht, verfasst von Kevin Van Valkenburg, Director of Content bei Fried Egg Golf. Er stellt eine persönliche Bucket List jenseits der grossen Namen wie Augusta National oder Pebble Beach zusammen – geordnet nach Platztypen. Wir fassen die Auswahl zusammen und zeigen, welche dieser Plätze sich gerade im kalten Herbst für eine Reise anbieten.

Warum gerade jetzt in den Süden?

Die Saison in der Schweiz neigt sich dem Ende zu, die Temperaturen sinken, die Tage werden kürzer. Wer weiterspielen möchte, reist der Sonne nach: in den Nahen Osten, wo im Winterhalbjahr die Hitze nachlässt, nach Florida, oder auf die Südhalbkugel, wo mit dem Frühling die Golfsaison gerade erst Fahrt aufnimmt. Gleich drei der von Christie’s porträtierten Plätze liegen in solchen Regionen. Andere, etwa die klassischen englischen und amerikanischen Anlagen, gehören eher auf die Agenda des nächsten Sommers. Die Auswahl macht damit auch eine Reiseplanung über mehrere Jahreszeiten hinweg möglich.

Parkland und Stadium: Tradition und Championship-Atmosphäre

 

TPC Sawgrass (Championship), Ponte Vedra, Florida, USA. Der TPC Sawgrass wurde ursprünglich gebaut, um Profis auf die Probe zu stellen, hat sich jedoch zu einem Anziehungspunkt für Amateure entwickelt, von denen viele sich danach sehnen, die Herausforderung des berühmten 17. Lochs (das «Island Green») anzunehmen. Da fast jedes Loch von Wasser umgeben ist, zählt er zu den schwierigsten Golfplätzen der Welt, insbesondere an windigen Tagen.
Bild: Evan Schiller Photography

Als Parkland-Beispiel nennt der Beitrag den East Course von Merion bei Philadelphia: ein strategisches Meisterwerk, bekannt für seine Weidenkörbe anstelle von Fahnen und ein tückisches Bunkerspiel, mit einem Turnier-Stammbaum, der ein Jahrhundert umspannt. Parkland-Golf entstand, als das Spiel von der Küste ins Landesinnere zog: Der Ball flog höher, Bäume wurden Teil der Strategie, die Grüns komplexer. Im Kontrast dazu stehen die Stadium Courses, auf denen man sich wie bei einem Profiturnier fühlt. Das Beispiel ist der Championship Course von TPC Sawgrass in Ponte Vedra, Florida: für Profis gebaut, heute ein Magnet für Amateure, die das berühmte 17. Loch mit dem Inselgrün bezwingen wollen. Mit Wasser auf nahezu jeder Bahn gilt der Platz bei Wind als einer der schwierigsten der Welt.

Desert und Sandbelt: Sonnengarantie und Spielwitz

Yas Links, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate. Golfplätze im Nahen Osten sind selten zurückhaltend gestaltet, und dieser bildet da keine Ausnahme – doch der kühne Versuch des Golfplatzdesigners Kyle Phillips, einen Meisterschafts-Links-Platz in der Wüste zu schaffen, ist gelungen. Freuen Sie sich auf breite Fairways und malerische Ausblicke.
Bild: Jacob Sjoman

Golf in der Wüste war ursprünglich nicht vorgesehen, doch in den vergangenen 75 Jahren sind dort hervorragende Anlagen entstanden. Man fährt Cart, weil die Temperaturen nach 10 Uhr stark steigen, spielt auf festem Untergrund und mit viel Sonne. Genauigkeit ist gefragt, denn niemand sucht seinen Ball gerne zwischen Kakteen und Schlangen. Als Beispiel führt der Beitrag Yas Links in Abu Dhabi an: ein kühner Versuch von Designer Kyle Phillips, einen Championship-Linksplatz in die Wüste zu setzen – mit breiten Fairways und malerischen Ausblicken.

Kingston Heath, Melbourne, Australien. Rory McIlroy sorgte für Aufsehen, als er diesen Platz als den besten im Sandbelt bezeichnete und ihn sogar vor dem Royal Melbourne einordnete. Kingston Heath, das manchmal als der beste flache Golfplatz überhaupt bezeichnet wird, bietet die perfekte Balance zwischen Spielbarkeit und Schwierigkeitsgrad.

Der Sandbelt rund um Melbourne wiederum verdankt seinen Ruf dem sandigen Boden, der auch nach starkem Regen fest und gut drainiert bleibt. Besonders ist die Bunkerkunst, die teils bis an den Grünrand reicht. Kingston Heath gilt als Referenz: Rory McIlroy sorgte für Gesprächsstoff, als er den Platz sogar vor Royal Melbourne einordnete. Er wird oft als bester flacher Platz überhaupt bezeichnet, mit einer perfekten Balance aus Spielbarkeit und Schwierigkeit.

Heathland, Par 3 und Links: die Ursprünge des Spiels

Sunningdale (Old), Berkshire, England. Sunningdale gilt als der vielleicht schönste Golfplatz Englands und ist zweifellos der bedeutendste im Landesinneren. Er besticht durch ein visuell beeindruckendes, hügeliges Gelände, in dem violettes Heidekraut und gelber Stechginster gemeinsam die Kulisse für eine der schönsten «natürlichen Kathedralen» dieses Sports bilden.
Bild: Sunningdale

Heathland-Golf lebt von sandigem, festem Boden und von Heidekraut und Stechginster als Hindernissen; es eignet sich besonders für Lochspiel und gilt als geselliges Erlebnis mit Mittagspause zwischen 36 Löchern. Der Old Course von Sunningdale in Berkshire wird als vielleicht schönster Platz Englands und als bester Inlandkurs des Landes beschrieben, mit purpurner Heide und gelbem Ginster als Kulisse.

Sandbox, Sand Valley Resort, Nekoosa, Wisconsin, USA. Es bietet zwar nicht den Meerblick wie das Bandon Preserve in Oregon oder «The Nest» in Nova Scotia, aber Sandbox verfügt über die besten Grüns. Hier kann man so gut wie jeden Schlag spielen, sogar den Abschlag mit dem Putter.
Bild: Sand Valley

Für entspanntere Tage empfiehlt der Beitrag Par-3-Anlagen, deren Zahl zuletzt stark gewachsen ist. Sandbox im Sand Valley Resort in Wisconsin bietet laut Autor die besten Grüns und erlaubt nahezu jeden Schlag, selbst das Abschlagen mit dem Putter. Und wer den ursprünglichen Geist des Spiels sucht, findet ihn auf Links-Plätzen mit festem Boden, Dünen und kaum Bäumen. Zu den wenigen Anlagen ausserhalb der britischen Inseln, die mithalten können, zählt Tara Iti in Mangawhai, Neuseeland: Viele halten ihn für den besten Platz, der in den letzten 20 Jahren gebaut wurde, mit immer wieder neuen Ozeanblicken und herausfordernder Bunkerung.

Reiseplanung: Was sich im Herbst anbietet

Wer die Bucket List jetzt in Angriff nimmt, hat die grösste Auswahl bei den Plätzen in warmen Regionen: Yas Links in Abu Dhabi und TPC Sawgrass in Florida bieten sich im Winterhalbjahr an, Kingston Heath und Tara Iti locken mit Frühlings- und Frühsommerwetter auf der Südhalbkugel. Merion, Sunningdale und Sandbox lassen sich hingegen idealerweise in der nächsten nördlichen Saison einplanen. Damit entsteht eine Reiseroute, die das ganze Jahr über Spielgelegenheiten bietet.

Golf und exklusives Wohneigentum – und die besten Plätze vor der Haustür

Golf und Immobilien verbinden sich seit jeher: Ein erstklassiger Platz prägt die Atmosphäre einer Wohnlage mit Ruhe, gepflegter Landschaft und Weitblick. Für Käuferinnen und Käufer exklusiver Liegenschaften kann die Nähe zu einer besonderen Anlage deshalb ein wichtiges Argument sein. Das gilt auch hierzulande, denn die Schweiz verfügt über Plätze von internationalem Rang.

Zum Auftakt lohnt der Blick nach Crans-Montana: Der Golf-Club Crans-sur-Sierre mit dem Severiano-Ballesteros-Course gilt auf einer Hochebene in den Walliser Alpen als spektakulärster Turnierschauplatz der Welt. Hier wird seit 1939 der Omega European Masters ausgetragen, der jeweils Anfang September stattfindet. Am Genfersee liegt das Domaine Impérial in Gland, eine Seltenheit: Es zählt zu den wenigen Anlagen des renommierten Architekten Pete Dye auf dem europäischen Kontinent.

Daneben gehören der diskrete Golf Club de Genève, der Golf Club Lausanne in den Hügeln über dem See sowie der exklusive Zurich Golf & Country Club, der 1936 von Tom Simpson umgestaltet wurde, regelmässig zu den bestplatzierten Adressen des Landes. Im Osten ist das Grand Resort Bad Ragaz mit seinem Golfplatz eine feste Grösse: Hier wird seit 1997 die Swiss Senior Open ausgetragen, ein Highlight der European Senior Tour. Im Süden ergänzt der Golf Club Patriziale Ascona das Bild.

Wer Golf und Wohnen verbinden möchte, sollte deshalb auch die Lagequalität im Umfeld solcher Anlagen im Blick haben, ob in den Bergen, am See oder im Grünen. Wüst und Wüst berät Sie gerne bei der Suche nach Liegenschaften mit besonderer Lagequalität oder beim Verkauf Ihrer exklusiven Immobilie.

Quellen: Kevin Van Valkenburg (Fried Egg Golf), «Club Class: The Planet’s Greatest Golf Courses», Christie’s International Real Estate, 21. September 2026. Top100GolfCourses.com, Switzerland Ranking; GolfLux, «Best Golf Courses in Switzerland»; Chase Golf Travel, «Golf in Switzerland»; Wikipedia, «Omega European Masters»