Zinsen bleiben tief – oder sinken weiter.

Die UBS hat kürzlich ihre Zinsprognose für das zweite Halbjahr 2025 publiziert. Sie geht davon aus, dass nachdem im Juni die Schweizerische Nationalbank im Rahmen ihrer geldpolitischen Analyse ihren Leitzins bereits um 0.25 Prozent auf 0 gesenkt hat, keine weitere Senkung zu erwarten ist. Seither seien die längerfristigen Zinsen angestiegen, sowohl bei Staatsanleihen als auch für Hypotheken, schreibt die Bank.

Der Grund dafür sieht die UBS in der Annahme, dass die Finanzmärkte vor der Lagebeurteilung nicht nur mit einer Zinssenkung auf 0 Prozent im Juni, sondern sogar mit weiteren Zinssenkungen in der zweiten Jahreshälfte gerechnet hätten. Nachdem aber Nationalbank-Präsident Martin Schlegel erklärt habe, dass die Hürde für Zinssenkungen in den negativen Bereichen höher liege als bei den bisherigen Anpassungen, sei die Erwartung der Finanzmärkte an weitere Zinssenkungen deutlich zurückgegangen. In der Folge seien die Zinsen für Staatsanleihen und Hypotheken leicht angestiegen.

Weil die SNB mit ihren jüngsten Zinssenkungen bereits auf den eher schwachen Konjunkturverlauf und die tiefe Inflation in der Schweiz reagiert habe, werde die Nationalbank die Zinsen wohl stabil halten; Überraschungen an den Finanzmärkten dürften sich in Grenzen halten, glaubt die Bank, da die Erwartung zusätzlicher Zinssenkungen bereits nach der letzten SNB-Lagebeurteilung deutlich zurückgenommen worden seien. Gemäss der UBS-Zinsprognose sollten die Renditen von Schweizer Staatsanleihen und Hypothekarzinsen deshalb in den kommenden Quartalen in der aktuellen Bandbreite bleiben. Auch an SARON gekoppelte Hypothekarzinsen dürften stabil bleiben.