Kopenhagen – immer einen Besuch wert.
Kaum eine Stadt verbindet skandinavische Zurückhaltung, mutige Architektur und öffentlichen Lebensraum so überzeugend wie Kopenhagen. Das Fachmagazin archdaily widmet der dänischen Hauptstadt gerade einen umfassenden Architekturführer mit 44 prägenden Bauten, aufgeteilt auf vier Stadtquartiere – Anlass genug, einige der eindrücklichsten Highlights genauer zu beleuchten. Dazu: wo sich ein Besuch auch kulinarisch lohnt und wie komfortgewohnte Reisende aus der Schweiz am besten anreisen.
Die Welthauptstadt des menschengerechten Bauens
Kopenhagen gilt seit Langem als globale Referenz für massstäbliches, lebenswertes Bauen. Heute verbindet die Stadt diesen Ruf zunehmend mit neuen Anforderungen an Klimaanpassung, zirkuläres Bauen und dichte, durchmischte Quartiere. 2025 fand hier zum ersten Mal die Copenhagen Architecture Biennial statt, unter dem Motto «Slow Down» – eine Auseinandersetzung damit, wie Architektur auf globalen Veränderungsdruck reagieren kann, indem sie das Tempo des Wandels neu denkt. 2026 widmete sich zudem die 13. Ausgabe des Designfestivals 3daysofdesign dem Thema «Make This Moment Matter» und ruft die internationale Designwelt dazu auf, sich von digitalem Rauschen und Massenproduktion zu lösen. Charakteristisch für die zeitgenössische dänische Architektur ist dabei ein Grundprinzip: Infrastruktur soll immer auch Gemeinschaftsraum sein – sei es ein Kraftwerk, das zur Skipiste wird, oder ein Parkhaus mit Spielplatz auf dem Dach.
Ein Streifzug durch vier Stadtquartiere
Der archdaily-Guide führt gezielt durch vier Zonen der Stadt: den historischen Kern samt Hafen, die nördliche Erweiterung mit Nordhavn, Østerbro und Bispeparken, das «westliche soziale Gefüge» sowie die südliche Achse mit Amager, Ørestad und Sydhavn. Vertreten sind renommierte dänische Büros wie BIG, Henning Larsen und JAJA Architects ebenso wie internationale Namen wie OMA und WilkinsonEyre – ein Zeichen dafür, wie sehr Kopenhagens Stadtentwicklung heute auch von aussen mitgeprägt wird.
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