Individualbesteuerung für WohneigentümerInnen: Was das bedeutet.

20.01.2026

Die Auswirkungen der Individualbesteuerung auf Wohneigentum können beeinflussen, wie Haushalte ihre Steuerlast und die finanzielle Planung rund ums Eigenheim einschätzen.

Am 8. März entscheiden die Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger darüber, ob Ehepaare auf Bundesebene gleich wie Konkubinatspaare individuell besteuert werden. Bei einem JA könnten später auch die Kantone und Gemeinden diesem Modell folgen.

Das Vermögen von verheirateten WohneigentümerInnen wird dann nicht mehr gemeinsam, sondern nach den jeweiligen Eigentumsverhältnissen besteuert. Je nach Familien- und Einkommenssituation verteuert oder verbilligt dieser Wechsel die Bundessteuern um mehrere Tausend Franken pro Jahr.

Wüst und Wüst zeigt, warum eine frühzeitige Klärung der Eigentumsstruktur sinnvoll ist.

Mögliche Auswirkungen auf Tragbarkeit und Finanzierungsplanung

Bei der Individualbesteuerung entscheidet der Grundbucheintrag. Ist nur ein Ehepartner eingetragen, muss dieser das selbstbewohnte Wohneigentum versteuern; sonst müssen beide das Eigenheim anteilsmässig versteuern. Auch andere Vermögenswerte werden bei einem Systemwechsel demjenigen zugerechnet, dem sie gehören.

Worauf Eigentümerinnen jetzt achten sollten

Je nach Familiensituation und Einkommen der Ehepartner sind die Auswirkungen des Systemwechsels unterschiedlich. Paare mit ähnlichem Einkommen profitieren, weil die Einkommen nicht mehr addiert werden und die Steuerprogression weniger ins Gewicht fällt. Familien mit nur einem Einkommen werden stärker belastet, da der nicht erwerbstätige Teil keine Kinderabzüge mehr geltend machen kann.

Das Beispiel eines verheirateten Ehepaars mit einem Kind und 180’000 Franken Einkommen unter Einbezug aller bisherigen Abzüge für Doppelverdiener macht die markanten Auswirkungen auf die Höhe der Bundessteuern deutlich, wie die Grafik des VZ VermögensZentrums zeigt.

 

 

Quelle: VZ VermögensZentrum

Die Einführung der Individualbesteuerung erfolgt nach einem JA der Schweizer Stimmbevölkerung erst in einigen Jahren. Dennoch empfiehlt es sich, bereits frühzeitig die nötigen Vorkehrungen bezüglich Eigentümerschaft von Immobilien und anderen Vermögensteilen innerhalt der Ehe zu treffen, denn je nach Familien- und Einkommenssituation kann die Differenz allein für die Bundessteuern mehrere Tausend Franken pro Jahr ausmachen.

Beim Kauf einer Liegenschaft weisen die BeraterInnen von Wüst und Wüst Sie auf die Auswirkungen des Systemwechsels und der im Grundbuch eingetragenen Eigentumsverhältnisse hin. Sprechen Sie zusätzlich mit Ihrer Hausbank.

Wüst und Wüst ist mit Standorten in Küsnacht/Zürich, Zug, Luzern, St. Moritz und Pfäffikon/SZ für Sie da und verfügt über eine interne Notariatsfachstelle. Dank dieser internen Expertise können wir sowohl die Verkäufer- als auch die Käuferschaft umfassend begleiten und sämtliche notariellen sowie rechtlichen Fragen im Verkaufsprozess frühzeitig klären. Unsere zwei Notariatsfachpersonen bringen langjährige Erfahrung im Notariatswesen mit und schaffen für unsere Kundschaft einen echten Mehrwert.