Ausstellung über Sabine Marcelis – Light an Color.
2. November 2026Noch bis am 4. April 2027 zeigt das Museum für Gestaltung Zürich im Toni-Areal die erste Museumsausstellung der niederländisch-neuseeländischen Designerin Sabine Marcelis. «Light and Color» versammelt zentrale Arbeiten aus fünfzehn Jahren und eine neue, eigens entwickelte Rauminstallation. Für Menschen, die sich mit exklusivem Wohneigentum beschäftigen, ist die Schau mehr als ein Designereignis: Sie zeigt, wie Licht, Material und Farbe die Wahrnehmung von Räumen verändern – und damit genau jene Qualitäten, die den Unterschied zwischen einem guten und einem aussergewöhnlichen Zuhause ausmachen.
Eine der prägenden Stimmen des zeitgenössischen Designs

Sabine Marcelis (*1985) führt ihr Atelier im Hafen von Rotterdam und hat 2011 an der Design Academy Eindhoven abgeschlossen. Ihre Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle von Design, Kunst und Architektur und umfassen Möbel, Leuchten, Spiegel und raumgreifende Installationen. Charakteristisch ist der präzise Einsatz transluzenter Materialien wie Harz und Glas, deren Leuchtkraft sie durch gezielte Lichtführung verstärkt. Das Ergebnis sind Werke von grosser visueller Strahlkraft und formaler Klarheit. Ihre Entwürfe versteht Marcelis als sensorische Erlebnisse, bei denen Wahrnehmung selbst zur Funktion wird.
Die Ausstellung: ein Parcours aus Licht, Farbe und Reflexion

Die Schau entfaltet sich als räumlicher Parcours aus offenen und verdichteten Situationen. Gezeigt werden frühe Schlüsselwerke wie «Tall Stripe», die Werkgruppe der «Candy Cubes» oder die gemeinsam mit Boris Acket realisierte Installation «Sunbeam Capture», ergänzt durch Leuchten, Möbel und Spiegel.

Zu den Höhepunkten zählen immersive Inszenierungen: Der in Zusammenarbeit mit IKEA Schweiz realisierter Lichttunnel mit Leuchten aus der gemeinsamen VARMBLIXT-Kollektion erzeugt durch raffinierte Spiegelungen den Eindruck von Unendlichkeit.

In der eigens für die Ausstellung entwickelten, verspiegelten Installation «Mathmos Lava Columns» reichen XL-Lavalampen vom Boden bis zur Decke und lassen die Grenzen des Raums durch Licht und Bewegung visuell verschwimmen. Einblicke in Materialstudien und Experimente zeigen dabei, wie das Studio spielerisch mit Licht, Material und Farbe arbeitet. Die Designerin betont, die Ausstellung solle kein Archiv vergangener Projekte sein, sondern zeigen, wie sie und ihr Team arbeiten.
Warum diese Ausstellung für Interessentinnen und Interessenten an exklusivem Wohneigentum einen Besuch wert ist

Wer eine exklusive Liegenschaft kauft oder verkauft, beurteilt sie oft anhand von Lage, Fläche und Ausstattung. Die Arbeit von Sabine Marcelis lenkt den Blick auf etwas, das sich in keinem Exposé messen lässt: die Atmosphäre eines Raums. Farbe erscheint bei ihr nicht als Oberfläche, sondern wirkt im Raum und verändert dessen Wahrnehmung; Transparenz, Reflexion und Licht werden zu zentralen Elementen räumlicher Erfahrung. Das ist unmittelbar relevant für das Wohnen im gehobenen Segment. Wie fällt das Licht im Tagesverlauf in ein Haus? Welche Rolle spielen Spiegelungen, Materialien und Farbtöne für das Raumgefühl? Wie lässt sich ein Zimmer mit wenigen, präzise gesetzten Elementen verwandeln?

Marcelis zeigt zudem, dass Reduktion kein Verzicht ist. Ihre Formensprache hebt gezielt die Eigenschaften der Materialien hervor, statt sie zu überdecken. Für Käuferinnen und Käufer kann das ein Massstab sein, um die Qualität einer Liegenschaft zu beurteilen: Überzeugt die Materialwahl, wirkt das Licht, ist die Gestaltung stimmig? Für Verkäuferinnen und Verkäufer wiederum liegt darin eine Anregung, die eigenen Räume mit Blick auf Licht und Atmosphäre zu betrachten, denn gerade diese Qualitäten bleiben bei einer Besichtigung im Gedächtnis.
Ein Haus für internationales Design
Mit «Light and Color» unterstreicht das Museum für Gestaltung Zürich seine Position als internationale Plattform für aktuelle Strömungen im Design. Zuvor widmete es Jasper Morrison (2016), Formafantasma (2022) und Tatiana Bilbao (2024) umfassende Einzelausstellungen.
Zur aktuellen Ausstellung erscheint die Publikation «Making a Show, Sabine Marcelis», herausgegeben von Apartamento Publishing in Kooperation mit dem Museum.
Praktische Hinweise:
Die Ausstellung «Sabine Marcelis – Light and Color» im Museum für Gestaltung Zürich, Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 96, 8005 Zürich, dauert noch bis zum 4. April 2027.
Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Freitag, Samstag und Sonntag 10–17 Uhr; Donnerstag 10–20 Uhr; Montag geschlossen. Für Feiertage gelten besondere Öffnungszeiten, die auf der Website des Museums einsehbar sind.
Eintritt: regulär CHF 15, ermässigt CHF 10; Kombiticket für alle Standorte CHF 20 bzw. CHF 15. Jeden Donnerstag ab 17 Uhr ist der Eintritt frei, ebenso für Personen unter 20 Jahren.
Eine öffentliche Führung in der Ausstellung findet am am Sonntag, 15. November 2026 von 11 bis 12 Uhr statt.
Kontakt und Information: +41 43 446 67 67, welcome@museum-gestaltung.ch, museum-gestaltung.ch. Der Zugang ist barrierefrei.
Quellen: Medienmitteilung Museum für Gestaltung Zürich, «Sabine Marcelis – Light and Color»; museum-gestaltung.ch; MySwitzerland, «Museum für Gestaltung Zürich, Toni-Areal»; museums.ch.