Bawa-Retrospektive im Vitra Design Museum.

23. September 2026

Ab dem 26. September 2026 widmet das Vitra Design Museum in Weil am Rhein dem sri-lankischen Architekten Geoffrey Bawa die bislang umfassendste Retrospektive – mit über 250 Exponaten, neuen Fotografien von Iwan Baan und einer Szenografie der renommierten Architektin Lina Ghotmeh. Für Architekturinteressierte ist die Ausstellung ein Muss. Doch «Geoffrey Bawa. Architektur für die Sinne» hat auch für KäuferInnen und VerkäuferInnen und Verkäufer von exklusivem Wohneigentum eine überraschend konkrete Botschaft.

Wer war Geoffrey Bawa?

 

Aussenansicht eines Durchgangs, Lighthouse Hotel, Dadella, Sri Lanka.
Foto: Iwan Baan, 2026 © Iwan Baan

Geoffrey Bawa (1919–2003) zählt zu den einflussreichsten Architekten Asiens im 20. Jahrhundert. Über fünf Jahrzehnte hinweg realisierte er mehr als 200 Projekte – von Privathäusern über Schulen und Hotels bis hin zum Parlamentsgebäude Sri Lankas. Bemerkenswert ist dabei sein Werdegang: Zunächst als Anwalt tätig, entschied er sich erst später für die Architektur und schloss sein Studium 1957 an der renommierten Architectural Association School of Architecture in London ab. Aus diesem späten Einstieg entwickelte er dennoch eine sehr eigene architektonische Sprache, die lokale Materialien, traditionelle Handwerkskunst und industrielle Fertigung verschmolz – stets ausgehend von der Topografie des jeweiligen Ortes. Bawa selbst brachte seine Haltung einmal auf den Punkt: Architektur lasse sich nicht vollständig erklären, sondern müsse erlebt werden.

Die Ausstellung: vier Räume, ein sinnliches Erlebnis

Lounge-Sessel, Gestell aus Eisen und Drahtgeflecht, bezogen mit dem Stoff «Jak and Ebony» von Barefoot, entworfen von Barbara Sansoni, 1957.
Foto: Andreas Sütterlin, 2026 Vitra Design Museum, © Geoffrey Bawa and Lunuganga Trusts, alle Rechte vorbehalten

Die von Lina Ghotmeh gestaltete Szenografie gliedert die Ausstellung in vier thematische Räume. Den Auftakt bilden Bawas persönlichste Projekte – sein Landsitz Lunuganga in Bentota und sein Wohnhaus Number 11 in Colombo, die ihm über Jahrzehnte als Experimentierfelder für Raum, Bewegung und Atmosphäre dienten. Der zweite Raum beleuchtet den politischen und gesellschaftlichen Kontext des unabhängig gewordenen Sri Lanka, in dem Bawa Materialknappheit und Wandel nicht als Einschränkung, sondern als Ausgangspunkt für eigenständige Lösungen begriff. Der dritte Raum widmet sich dem kollaborativen Charakter seines Schaffens: Werke der Künstlerinnen und Künstler Ena de Silva, Laki Senanayake und Barbara Sansoni zeigen, wie eng Architektur, Kunst und Handwerk bei Bawa ineinandergriffen – getragen von Werkstätten, die zugleich als soziale Initiativen wirkten. Das vierte Kapitel schliesslich widmet sich seinem Verständnis von Architektur im Dialog mit Landschaft, Vegetation und Klima, ergänzt durch eine eigens für die Ausstellung realisierte Videoinstallation von Ruvin de Silva.

Warum Bawas Architektur heute wieder relevant ist

Luftaufnahme, Number 11, Haus für Geoffrey Bawa, Colombo, Sri Lanka.
Foto: Iwan Baan, 2026, © Iwan Baan

Museumsdirektor Mateo Kries ordnet Bawas Schaffen als einzigartige, universell gültige Alternative zu den westlich geprägten Erzählungen moderner Architektur ein. Genau diese Haltung – ein tiefes Verständnis für Sinnlichkeit, lokales Handwerk und ein Bauen mit statt gegen die Natur – macht Bawa aus Sicht der Kuratoren zu einer wichtigen Inspirationsquelle für die heutige Architektur- und Designwelt.

Was das für KäuferInnen und VerkäuferInnen von exklusivem Wohneigentum bedeutet

Bawas Werk führt eindrücklich vor Augen, was eine Liegenschaft von einem gewöhnlichen Gebäude unterscheidet: die konsequente Auseinandersetzung mit dem Ort, dem Licht, der Topografie und dem Material. Für KäuferInnen, die eine architektonisch bedeutsame Liegenschaft suchen, lohnt sich genau dieser Blick – über die reine Wohnfläche hinaus auf die Frage, wie ein Haus mit seiner Umgebung in Beziehung steht. Solche Qualitäten, wie sie Bawa in Sri Lanka mit einheimischen Materialien und Handwerkskunst realisierte, lassen sich sinngemäss auch bei Schweizer Liegenschaften erkennen: in der Einbettung ins Gelände, in der Wahl regionaler Materialien und im Zusammenspiel von Innen- und Aussenraum.

Für VerkäuferInnen wiederum zeigt die Ausstellung, wie wertvoll es ist, die architektonische Geschichte und Handschrift einer Liegenschaft sichtbar zu machen und in der Vermarktung gezielt zu erzählen, statt sie auf blosse Quadratmeterzahlen zu reduzieren.

Warum sich ein spezialisiertes Maklerbüro lohnt

Genau hier zeigt sich der Mehrwert eines Maklerbüros mit Erfahrung im Segment architektonisch anspruchsvoller Liegenschaften. Eine Immobilie mit hohem gestalterischem Wert verlangt eine Vermarktung, die ihre Besonderheiten versteht und richtig einordnet – von der Handschrift einer Architektin oder eines Architekten über die verwendeten Materialien bis hin zur Beziehung des Baus zu Landschaft und Umgebung. Wer eine solche Liegenschaft verkauft, profitiert von einem Netzwerk, das die richtige Käuferschaft für aussergewöhnliche Architektur erreicht und deren Wert glaubwürdig vermitteln kann. Wer umgekehrt eine architektonisch bedeutsame Liegenschaft sucht, ist mit einem entsprechend spezialisierten Maklerbüro besser beraten als mit einem allgemeinen Anbieter – denn nicht jede Fachperson erkennt auf Anhieb, was ein Haus baukulturell auszeichnet oder welches Potenzial eine sorgfältige Weiterentwicklung im Bestand bietet.

Praktische Informationen

Die Ausstellung «Geoffrey Bawa. Architektur für die Sinne» ist vom 26. September 2026 bis 28. Februar 2027 im Vitra Design Museum in Weil am Rhein täglich von 10 – 18 Uhr zu sehen.

Öffentliche Führungen finden jeweils samstags auf Englisch und sonntags auf Deutsch statt. Am 25. Februar 2027 spricht zudem Ausstellungsgestalterin Lina Ghotmeh im Rahmen eines öffentlichen Vortrags über ihre architektonische Philosophie und deren Bezug zu Bawas Werk.

Quelle: Vitra Design Museum, Pressedossier «Geoffrey Bawa. Architektur für die Sinne», September 2026.