Warum Schweizer Immobilien 2026 gefragt bleiben.

30.03.2026

In einer Welt, die von geopolitischen Verwerfungen und wirtschaftlicher Volatilität geprägt ist, erweist sich der Schweizer Liegenschaftsmarkt einmal mehr als ultimativer sicherer Hafen. Während andere Anlageklassen schwanken, liefern Direktanlagen in der Eidgenossenschaft beeindruckende Renditen und eine Stabilität, die ihresgleichen sucht.

Die neue Sehnsucht nach Substanz: Geopolitik als Markttreiber

Das Jahr 2025 markiert einen Wendepunkt im globalen Anlagegefüge. Angesichts eskalierender Handelskonflikte, neuer US-Zölle und wachsender Inflationsrisiken hat sich der Fokus anspruchsvoller Investoren fundamental verschoben: Weg von volatilen Finanzmarktprodukten, hin zu krisenresistenten Sachwerten.

Inmitten dieser globalen Unsicherheit fungiert die Schweiz als Stabilitätsanker. Die Kombination aus einer soliden konjunkturellen Entwicklung – mit einem BIP-Wachstum von 1,4 % – und der fortgesetzten Nullzinspolitik der Schweizerischen Nationalbank (SNB) hat einen massiven «Flight to Safety» ausgelöst. Dieser Nachfrageschub führt zu einem anhaltenden Aufwertungsdruck auf erstklassige Liegenschaften. Wer heute in hiesigen Beton investiert, kauft nicht nur Quadratmeter, sondern partizipiert an der institutionellen Sicherheit eines der stabilsten Rechtssysteme der Welt.

Rekordverdächtige Performance bei Wohnliegenschaften

Die aktuellen Ergebnisse des IAZI Swiss Property Benchmarks® 2025 untermauern diesen Trend mit eindrücklichen Kennzahlen. Die Gesamtrendite (Performance) für Immobilien-Direktanlagen kletterte auf durchschnittlich 6,1 % (Vorjahr: 4,4 %). Getragen wird dieser Erfolg primär vom Wohnsegment, das mit einer Performance von 6,8 % hervorsticht.

 

Obere Kurve: IAZI Investment Real Estate Performance Index (Renditeliegenschaften)), Untere Kurven: Preis Indices Wohneigentum, Einfamilienhäuser, Eigentumswohnungen, Renditeliegenschaften.
Quelle: IAZI AG

Diese exzellenten Werte resultieren aus einem perfekten Zusammenspiel: Einerseits verzeichneten Wohnimmobilien eine substanzielle Aufwertung von +3,9 %. Andererseits stiegen die Median-Mieten aufgrund der anhaltend hohen Nettozuwanderung (70’000 Personen gemäss provisorischen Daten) um deutliche +3,7 %.

Quelle: IAZI AG

Für BesitzerInnen von Liegenschaften bedeutet dies einen signifikanten Vermögenszuwachs bei gleichzeitig stabilen Netto-Cashflow-Renditen von 2,9 %. Die niedrige Leerstandsquote von lediglich 2,2 % unterstreicht die Unterversorgung des Marktes und garantiert langfristige Ertragssicherheit.

Renaissance der Geschäftsliegenschaften: Ende der Korrekturphase

Lange Zeit galt der Markt für Büro- und Geschäftsliegenschaften als Sorgenkind. Doch die Daten für 2025 signalisieren das definitive Ende der Korrekturphase. Mit einer Performance von 4,8 % und einem markanten Anstieg der Median-Mieten um +7,6 % kehrt das Vertrauen in kommerzielle Nutzungen eindrucksvoll zurück.

Die Erholung zeigt sich auch in den sinkenden Mietausfallquoten, die von 5,8 % auf 5,4 % zurückgingen. Dies deutet darauf hin, dass Unternehmen trotz globaler Handelskonflikte am Standort Schweiz festhalten und moderne, zentrale Büroflächen nach wie vor hoch im Kurs stehen. Die moderate Aufwertung von +1,7 % in diesem Segment bietet zudem im Vergleich zu den bereits hoch bewerteten Wohnimmobilien ein interessantes Aufholpotenzial für strategische Investoren.

Das Privileg des Tiefzinsumfelds und der Inflationsschutz

Ein entscheidender Faktor für die Sonderstellung der Schweiz bleibt das monetäre Umfeld. Während die Weltmärkte unter Inflationsdruck leiden, lag die durchschnittliche Teuerung in der Schweiz 2025 bei lediglich 0,2 %. Selbst exogene Schocks wie Energiepreissteigerungen wurden durch den starken Schweizer Franken abgefedert, da dieser Importgüter vergünstigt und somit die inländische Preisstabilität stützt.

Da die SNB den Leitzins per März 2026 bei 0 % belässt, bleibt der Renditevorteil von Immobilien gegenüber Staatsanleihen (der sogenannte «Yield Spread») intakt. Dies reduziert das Risiko von Bewertungskorrekturen und stützt die Nachfrage nach Renditeliegenschaften als sichere Alternative zu festverzinslichen Wertpapieren.

Fazit: Strategische Weitsicht für Eigentümer und Käufer

Trotz der glänzenden Bilanz mahnt der Ausblick auf das restliche Jahr 2026 zur Selektivität. Geopolitische Spannungen und hohe Energiepreise könnten das mittelfristige Wachstum dämpfen. IAZI weist denn auch darauf hin, dass es offenbleibt, ob «das fragile Umfeld die Nachfrage nach Renditeliegenschaften als sicher wahrgenommene Anlage im laufenden Jahr weiter antreibt oder wirtschaftliche Risiken überwiegen».

Dennoch halten wir fest:

  • Für BesitzerInnen: Ihre Liegenschaft hat ihre Funktion als «Safe Haven» vollumfänglich erfüllt. Die aktuelle Erholung im Geschäftsbereich bietet eine ideale Gelegenheit für Portfolio-Optimierungen oder den Verkauf von Non-Core-Objekten zu attraktiven Bewertungen. Halten bleibt bei Core-Objekten aufgrund des Zinsvorteils die bevorzugte Strategie.
  • Für potenzielle KäuferInnen: Der Markteintritt erfordert heute aufgrund der gestiegenen Preise mehr Kapital und eine präzisere Objektauswahl. Doch das Risiko-Rendite-Profil bleibt im internationalen Vergleich ungeschlagen. Besonders im Wohnsegment ist aufgrund der demografischen Entwicklung und der restriktiven Neubautätigkeit langfristig mit einer weiteren Wertsteigerung zu rechnen.

In einer Ära der Unsicherheit bleibt die Schweizer Immobilie das, was sie immer war: Ein diskretes, kraftvolles Statement für Beständigkeit und ökonomische Vernunft.

Wir beraten Sie bei der Vermittlung und Vermarktung von exklusivem Wohneigentum. Mit Standorten in Küsnacht/Zürich, Zug, Luzern, St. Moritz und Pfäffikon/SZ sind wir fest in der Schweiz verwurzelt und durch unsere Partnerschaft mit Christie’s International Real Estate weltweit vernetzt.